Freitag, 9. Oktober 2015

Memoboard mit Fächern ~ Memo Board with Pockets




Heute ist schon wieder Freutag! Und ich freue mich total über mein neues Memoboard. Sowas wollte ich schon länger mal haben / selber machen, aber fand eine Spanplatte als Untergrund irgendwie immer so lala… Dann bin ich in den Weiten des Internets auf die Idee gestoßen eine Leinwand zu benutzen. Das musste ich unbedingt auch machen (sagte ich schon seit Mooooonaten) und jetzt habe ich es endlich getan! Deshalb findet ihr heute hier meine Variante mit Einsteckfächern – natürlich in Form einer kleinen Anleitung. ;) Das ganze ist wirklich einfach und schnell gemacht.
Außerdem seht ihr nun, wozu ich meine „Lil’ Bow“ Mini-Schleife benutzt habe.

It’s ”Freutag”* again! And I am absolutely happy about my new memo board. I wanted to have / make one of these for a loooong, long time but never really liked the idea of plywood as base… Then, in the deeps of the internet, I came across the idea of using a canvas instead. I just had to make one myself and now I finally did! So today you can read about my version with little pockets – as a little tutorial, of course. ;) It’s really quick & easy.
You can see now what I used my “Lil’Bow for, too.

*”Freutag” can be translated to “Joyday”; it’s a German link party



Was man braucht:
  • Leinwand (meine ist 24 cm x 30 cm, aber alles geht)
  • Baumwollstoff  zum Bespannen; evtl. 2 verschiedene, wenn ihr Einstecktaschen wollt
  • Gummiband
  • Evtl. doppelseitiges Klebeband (nicht zwingend nötig)
  • Handtacker
  • Nadel & Faden
  • Knöpfe
  • Evtl. etwas mehr Dekoration
  • Evtl. Sekundenkleber
Den Stoff schneidet ihr je nach Dicke eurer Leinwand etwa 4-5 cm größer als jene zu. Achtet dabei darauf, dass er hinten ein gutes Stück um die Leinwand zu legen ist. Meinen habe ich auf 28 cm x 34 cm zugeschnitten.
Meine Einstecktaschen sollten 10 cm hoch sein, also habe ich 10 cm + 2 cm für den Saum + 4 cm zum umlegen = 16 cm Höhe auf die gleiche Breite von 28 cm geschnitten.

What you need:
  • Canvas (mine ist 41 cm x 30 cm but everything else is fine, too)
  • Fabric to cover; maybe 2 different looks if you want pockets
  • Elastic band
  • Maybe double-sided adhesive tape (not that necessary)
  • Stapler
  • Needle & Thread
  • Buttons
  • Maybe some more decoration
  • Maybe superglue
Cut the fabric about 4-5 cm bigger than your canvas is depending on its depth. Make sure there is enough fabric to turn to the backside of your canvas. I cut mine 28 cm x 34 cm.
I wanted my pockets to be 10 cm in height, so I cut 10 cm + 2 cm hem + 4 cm to turn to the back = 16 cm height to the same width of 28 cm.



So geht’s
Näht zuerst den Saum bei dem Taschenstoff um. Bügelt dazu erst 2x 1cm um und steppt die naht knappkantig ab, so dass ein sauberer Saumabschluss entsteht. Näht das Taschenteil an den Außenseiten mit etwa 1 cm Nahtzugabe auf den Hintergrundstoff (rechte Seiten nach oben, es wird nichts gewendet). Ich habe das Taschenteil dann mit einer vertikalen Naht noch in 2/3 und 1/3 unterteilt, um 2 Einsteckfächer von unterschiedlicher Größe zu erhalten.

Here’s how
First, you sew the hem on the pocket fabric. Press 2x 1 cm to the wrong side and topstitch so you get a proper hem. Then stitch the pocket piece to the background fabric (right sides facing towards you, there is no turning needed). I then divided the pocket piece into 2/3 and 1/3 with a vertical seam to get two pockets of a different size.



Legt die Leinwand mit der Rückseite nach oben mittig auf den Stoff, der mit der linken Seite nach oben liegt. Tackert eine Seite an und dreht dann die Leinwand herum. Klebt euch ein paar Stücke vom doppelseitigen Klebeband an den Rand der Leinwand (das ist optional  – was ich hier gemacht habe, war ein wenig viel… weniger hätte es auch getan ;) ). Dann legt ihr vorsichtig den Stoff um und drückt ihn ein wenig an. Achtet darauf, dass sich hier keine Falten, Knicke, Knubbel, Wölbungen oder sonstige Unebenheiten im Stoff ergeben und alles schön flach, stramm und gerade ist. Dann könnt ihr nach und nach die anderen drei Seiten antackern.

Place the canvas with its backside facing towards you in the middle of the fabric which is placed with its wrong side facing towards you. Staple one side and turn the canvas around. Place a couple of pieces of the double sided adhesive tape on the canvas’ sides (this step is optional – what I used here was a little much… less would have worked, too ;) ). Then, pull the fabric carefully over the canvas and press it on a little. Pay attention to not have any folds, bucklings, knobs, bulges or other slubs and unevenesses in the fabric and it being nice and tight everywhere. Staple the other three sides, then.


An den Ecken wird es ein wenig knifflig, aber nicht problematisch. Ich habe den Stoff zuerst in etwa im 45° Winkel eingeschlagen und einmal getackert, dann den Rest hochgelegt und getackert. Das geht bestimmt schöner – aber so ist es schön einfach und immer noch schön anzusehen. :)

The corners might be a little tricky but not a real problem. I turned the fabric in a 45° angle first, stapled it once, turned around the rest, and stapled again. There is a nicer way, for sure – but like this it’s nice & easy and still nice to look at. :)


Fertig getackert sieht das dann ungefähr so aus. Ihr könnt das bestimmt hübscher als ich… Aber von hinten sieht es ja zum Glück niemand, wenn’s einmal an der Wand hängt!

Finished with stapling it should look something like this. I bet you can do better than I did… But luckily nobody sees it from behind once it’s on the wall!


Jetzt kommen die Gummibänder! Wie ihr sie spannt ist da ganz euch überlassen. Ich wollte die Einsteckfächer freilassen und habe sie daher diagonal gekreuzt. Tackert zuerst an einer Stelle das Gummiband an, spannt es ein bisschen (damit es eingeklemmte Dinge auch halten kann) und tackert es dann auf der anderen Seite fest.

Now it’s the elastic band’s turn! The way you stretch it is totally left to you. I wanted to spare the pockets so I had them cross each other transverse. Staple the elastic band on one side, first. Then, stretch it a little (so that it may hold its things) and staple it to the other side.


Um die Kreuzungen der Gummibänder zu fixieren könnt ihr kleine Knöpfe aufnähen. Da die Leinwand nicht zu oft durchstochen werden sollte nehmt den Faden ruhig doppelt durch das Nadelöhr – so sieht es auf der Vorderseite schöner aus, wenn der Faden 4-fach genutzt wird. Hier ist so eine Einfädelhilfe (oder wie nennt man die – kennt ihr die?), wie man sie in kleinen Nähsets findet, Gold wert!

You can stitch on little buttons to secure the elastic band’s crossings. Pull the thread twice through the needle’s eye to not puncture the canvas too much – like this it looks better on the front side if the thread is used 4-times. A threading-auxiliary (how do you call these things – do you know them?) you can find in little sewing sets are worth gold, here!



Die Knöpfe näht ihr also im Grunde dann nur mit je einem Stich pro Loch an. Auf der Rückseite habe ich die Fäden verknotet und dann knapp abgeschnitten. Hält wie bolle ohne die Leinwand zu perforieren. ;)

You basically sew on the buttons with only one stitch per whole. I tied up the threads on the backside and cut them scarcely. It’s solid as can be without perforating the canvas. ;)


Einer meiner vier Knöpfe konnte allerdings nicht genäht werden, weil er auf dem Holzrand der Leinwand liegt. Hier musste ich improvisieren: Also habe ich den 4-fach-Faden einfach so durch den Knopf gezogen und auf der Rückseite verknotet. Mit Sekundenkleber (meinem neuen Lieblings-„Werkzeug“) kann man ihn dann einfach auf die gewünschte Stelle kleben und es sieht von vorn aus, wie genäht. ;)

One of my four buttons could not be sewn, however, because it is placed on the wooden rim. I had to improvise here: So, I just pulled the 4-times-thread through the button and tied it up on the back. You can then place it where you like with superglue (my new favorite “tool”) and from the front it looks like it is sewed on. ;)


Andere Deko könnt ihr natürlich auch noch anbringen! Ich habe mich für einen Holzschmetterling (die gab’s im Frühling im 3er-Set im Discounter – ich MUSSTE sie kaufen!) und eine Mini-Schleife entschieden. Auch die beiden habe ich mit der Wunderwaffe Sekundenkleber befestigt. Wenn ihr etwas auf die Fächer kleben wollt achtet aber darauf Papier einzuschieben! Sonst klebt ihr noch die beiden Stofflagen unwiderruflich zusammen und habt im Ende doch keine Fächer. ;) Das Papier lässt sich relativ problemlos abreißen, wenn der Sekundenkleber durch das Stoffgewebe dringt.

Of course, you can apply other deco things! I decided on a little wooden butterfly (bought it in a set of 3 in a discounter – I HAD to!) and a “Lil’ Bow. I again glued them onto the fabric with the superweapon… ehm… superglue. If you like to glue something on the pockets be sure to put in a piece of paper before you do so! Otherwise, you will glue together the layers of fabric irrevocably and don’t have pockets. ;) You can pull down the paper pretty easily if the glue penetrates the fabric.



Eigentlich seid ihr jetzt schon (fast) fertig! Ihr könnt das Memoboard theoretisch einfach so an einen Nagel hängen oder es irgendwo hinstellen – ich wollte aber noch ein Band zum Aufhängen befestigen. Hier habe ich ein dünnes Lederbändchen verknotet und es dann auch einfach auf die Rückseite getackert.
Und schon könnt ihr das Memoboard nach Lust und Laune bestücken!
(Der Einkaufstzettel ist übrigens authentisch! Jetzt wisst ihr auch, was ich heute noch einkaufen muss… :) )

You are (nearly) ready now! In theory, you can now simply place the memo board somewhere or put it on a nail – but I wanted to attach a ribbon to hang it up. So, I put a knot to the end of a thin leather ribbon and stapled it to the back.
And now you can insert whatever you want!
(The shopping list is genuine, by the way! Now you know what I need to buy today, too… ;) )




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Das wird auch nicht das letzte Memoboard gewesen sein, das ich gemacht habe – nun, da ich weiß, WIE einfach das geht. Es ist ja doch sehr „Mädchen“ geworden… und der Gatte und ich haben die Vereinbarung, dass solche Sachen nur in meinem Arbeitszimmer ihren Platz finden. ;) Also muss ich wohl leider, leider, leider noch ein etwas „neutraleres“ für unsere neue Wohnung machen, das dann auch im Wohnraum hängen kann. Wie schade! Ihr seht, ich MUSS quasi noch eins machen. So ein Pech aber auch. :)

Und jetzt werde ich mal gucken, worüber sich heute noch so gefreut wird und wünsche euch viel Spaß beim (hoffentlich) selber machen!

This is not going to be the last memo board I made – now, that I know HOW easy this is. It turned out pretty “girlish”… and the spouse and I have the agreement to place such things only in my work room. ;) Alas, alas, I will have to make one more “neutral” for our new apartment that can be placed in the living room. What a real pity! You see, I simply HAVE to make another one. What a shame. :)

I will have a look now what others are happy about today and you have fun with (hopefully) making one yourself!



Auch verlinkt bei: Link your stuff
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Ergänzung vom 12.10.2015: Weil ich mich immer noch wie bolle über das Memoboard freue, kommt's auch noch zu den Montagsfreuden. :)

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Es wäre schön, wenn ihr auch einen Backlink zu diesem Post in euren Beitrag einfügt.


Kommentare:

  1. Oh, das ist aber toll geworden. Das muss ich auch irgendwann mal machen. Klar, dass du dich freust. So toll. Lg maika

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    1. Ooh, vielen Dank, maika. Und da freu ich mich gleich noch mehr darüber, dass es dir auch gefällt. ;)

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  2. Antworten
    1. Vielen lieben Dank! Es ist auch schon gut benutzt und vollgesteckt. Das nächste muss eeetwas größer werden. :)

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